Aufbau eines Mikroskops am Beispiel Durchlichtmikroskop

Ein Mikroskop ist ein optisches Gerät mit dessen Hilfe sich kleinste Objekte vergrößert darstellen lassen. Doch wie funktioniert das mit der Vergrößerung? Und aus welchen Bestandteilen ist ein Mikroskop eigentlich aufgebaut?

Schauen wir uns den Aufbau eines Mikroskops mal am Beispiel eines Durchlichtmikroskops an. Das Durchlichtmikroskop ist wohl die am häufigsten genutzte Variante eines Mikroskops.

Aufbau eines Mikroskops

Aufbau eines Mikroskops am Beispiel Durchlichtmikroskop

Übersicht über die Bestandteile eines Mikroskops

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Mikroskopen, doch die grundsätzlichen Bestandteile sind bei allen Mikroskopen gleich. Daher hier mal die Erklärung zu den wichtigsten Bestandteilen eines Mikroskops.

  • Der Mikroskop-Fuß ist die Grundlage und sorgt für einen stabilen Stand. Deshalb handelt es sich hierbei in der Regel auch um eine stabile Metall-Platte. Auf dem Mikroskop-Fuß steht das Stativ. Am Stativ sind die verschiedenen Anbauteile befestigt.
  • Als nächstes folgt der Spiegel bzw. die Lichtquelle. Es gibt Mikroskope die nutzen das Tageslicht, das dann mit Hilfe eines verstellbaren Spiegels durch das Präparat gelenkt wird. Andere Geräte nutzen eine eigene Lichtquelle, z.B. per LED.
  • Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der Objekttisch. Dieser kann fest am Stativ montiert oder auch verstellbar sein. Ist der Objektisch verstellbar, dann nennt man ihn auch Kreuztisch. Kreuztisch dann, wenn er in X- und Y-Richtung verstellbar ist und nicht nur in der Höhe.
  • Die Verstellung der Optik oder des Objekttisches erfolgt mit dem Grob- und Feinantrieb. Logischerweise verstellt man zuerst mit dem Grobantrieb und macht dann die Feineinstellung mit dem Feinantrieb.
  • Bevor das Licht durch das Präparat geht, wird es durch den Kondensor geleitet. Dieser ist nichts anderes als eine Blende. Er sorgt dafür, dass das Licht das Objekt, was man betrachten möchte, optimal ausleuchtet.
  • Das eigentliche Präparat liegt auf dem Objektträger. Dabei handelt es sich in der Regel um einen schmalen Glasstreifen. Diese werden mit kleinen Metall-Klammern fest an ihrem Platz gehalten.
  • Weiter gehts mit den optischen Bauteilen. Ein Mikroskop hat mindestens ein Objektiv. Damit wird das Präparat vergrößert dargestellt. Das Objektiv ist aber nur die 1. Stufe der Vergrößerung. In meiner Beispiel-Grafik hat das Mikroskop mehrere Objektive ( für unterschiedliche Vergrößerungen). Diese sind am sogenannten Revolverkopf montiert. Wahlweise kann dann das benötigte Objektiv nach vorn gedreht werden.
  • Nächstes Bauteil ist der Tubus. Dabei handelt es sich einfach um ein Rohr mit dem die Brennweite erhöht wird. Ganz oben sitzt das Okular. Das Okular stellt die 2. Stufe der Vergrößerung dar. Das im Objektiv bereits vergrößerte Bild wird hier erneut vergrößert.

Um die genau zu wissen, welche Vergrößerung das Mikroskop bietet, wird einfach die Vergrößerung am Objektiv mit der Vergrößerung am Okular multipliziert.

Ein Beispiel:

Objektiv-Vergrößerung 10-fach x Okular-Vergrößerung 12-fach = 120-fache Vergrößerung.